167 Projekte. 7 Mitarbeiter.
Kaum Abschlüsse.
Was wirklich hinter stockenden Pipelines im Energie- und Dienstleistungssektor steckt – und wie Unternehmen in genau dieser Situation wieder in Bewegung kommen.
Ein Unternehmen mit einem kleinen, engagierten Team. Voller Auftragsbücher auf dem Papier. Und trotzdem: Die Umsätze bleiben hinter den Erwartungen, das Team ist überlastet, und der Geschäftsführer fragt sich, warum aus all den Interessenten so wenige tatsächlich Kunden werden.
Dieses Muster begegnet mir in meiner Arbeit regelmäßig. Nicht nur einmal, nicht in einer einzelnen Branche – sondern immer wieder, bei Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien, technische Dienstleistungen, Gebäudetechnik, Beratung, Handwerk und Industrie-Services. Die Zahlen und Namen ändern sich. Der Kern bleibt derselbe.
In diesem Artikel beschreibe ich das Muster so konkret wie möglich – anonymisiert, aber nah an der Realität. Wenn Sie beim Lesen mehrfach nicken, ist das kein Zufall.
Die Ausgangssituation, die viele kennen
„Wir haben gerade über 167 Projekte in der Pipeline. Das Team arbeitet auf Hochtouren. Aber die Abschlüsse kommen einfach nicht so schnell, wie ich mir das vorstelle. Manche Projekte liegen seit Monaten bei uns – der Kunde ist noch interessiert, aber es passiert nichts."
— Sinngemäß aus einem unserer Erstgespräche, anonymisiert
Stellen Sie sich vor: Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich Energielösungen. Vier Vollzeit-Mitarbeiter. Solides technisches Know-how, gute Referenzen, zufriedene Bestandskunden. Das Unternehmen ist seit Jahren am Markt, hat organisch gewachsen – hauptsächlich über Empfehlungen.
Dann kommt das Wachstum. Mehr Anfragen, größere Projekte, komplexere Kunden. Und plötzlich klemmt es. Nicht weil die Nachfrage fehlt – sondern weil der Vertriebsprozess mit dem Wachstum nicht mitgewachsen ist.
Was „160 + Projekte in Entwicklung" wirklich bedeutet
Diese Zahl klingt zunächst positiv. Volles Auftragsbuch, viel Potenzial. Doch wenn man genauer hinschaut, offenbart sie ein strukturelles Problem.
Ein typisches Projekt in dieser Konstellation durchläuft folgende Phasen:
| Phase | Was passiert | Wo es hakt |
|---|---|---|
| Erstanfrage | Interessent kontaktiert das Unternehmen | Reaktionszeit oft zu lang |
| Beratung & Besichtigung | Technische Analyse, Konzeptgespräch | Gut – hier ist das Team stark |
| Angebotserstellung | Detailliertes, technisch korrektes Angebot | Dauert zu lange, Nutzen unklar formuliert |
| Entscheidungsphase | Kunde überlegt, vergleicht, zögert | Hier verschwinden die meisten Projekte |
| Abschluss oder Verlust | Ja oder Nein | Zu wenig aktive Steuerung |
Bei vier Mitarbeitern und über 60 offenen Projekten trägt jeder Mitarbeiter statistisch 15 parallele Vorgänge – zusätzlich zur eigentlichen Projektarbeit. Das ist keine Vertriebsstruktur mehr. Das ist Chaos im Tarnanzug der Vollbeschäftigung.
Warum die Abschlüsse ausbleiben – die vier echten Ursachen
Nach der Analyse vieler ähnlicher Unternehmen lassen sich die Ursachen auf vier wiederkehrende Muster verdichten. Keines davon ist ein Zeichen von schlechter Arbeit – sie sind typische Begleiterscheinungen eines schnell wachsenden Unternehmens ohne skalierte Strukturen.
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Kein systematisches Follow-up
Ein Angebot wird verschickt. Dann wird gewartet. Kein definierter Zeitplan für Nachfassgespräche, keine klare Verantwortlichkeit, wer wann wie nachfragt. Der Kunde gerät in eine Entscheidungsblockade – und niemand hilft ihm aktiv heraus.
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Angebote informieren, aber überzeugen nicht
Die technische Qualität ist oft hervorragend. Aber ein Dokument voller Kilowatt-Angaben, Spezifikationen und Nettopreisen verkauft sich nicht von allein. Was der Kunde wirklich braucht: Eine klare Antwort auf die Frage „Was bringt mir das konkret – in Euro, in Zeit, in Sicherheit?"
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Fehlende Dringlichkeit beim Kunden
Ohne gezielten Impuls gibt es keinen Grund, jetzt zu entscheiden. Dabei gibt es in vielen Sektoren – gerade im Energiebereich – reale und legitime Argumente, die Entscheidungen beschleunigen: Förderfristen, Preisveränderungen, Kapazitätsgrenzen. Diese werden selten strategisch eingesetzt.
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Keine Priorisierung der Pipeline
Nicht jedes der 60 Projekte ist gleich weit, gleich reif oder gleich wertvoll. Ohne ein einfaches System zur Statuserfassung fließt die begrenzte Energie des Teams gleichmäßig in alle Projekte – statt gezielt in die, die kurz vor dem Ja stehen.
Wichtig: All diese Ursachen haben nichts mit dem technischen Können oder der Qualität der Arbeit zu tun. Sie entstehen, weil Vertriebsstrukturen schlicht nicht mitgewachsen sind. Das ist kein Versagen – das ist ein lösbares Organisations- und Prozessproblem.
„Das Problem ist nicht, zu wenig Interessenten zu haben. Das Problem ist, sie nicht planbar in Kunden zu verwandeln."
Was konkret helfen kann – fünf Ansätze
Es gibt keine magische Lösung. Aber es gibt erprobte Eingriffspunkte, die bei Unternehmen in genau dieser Konstellation schnell wirken – wenn sie konsequent umgesetzt werden.
1. Pipeline-Audit: Ordnung ins Chaos bringen
Bevor man neue Interessenten gewinnt, lohnt es sich, die vorhandenen systematisch zu sortieren. Welche Projekte sind noch aktiv? Welche sind realistisch abschließbar? Welche sollte man aktiv wiederbeleben – und welche still aus der Liste streichen? Ein strukturiertes Audit deckt in der Regel auf, dass 20–30 Prozent der offenen Projekte mit gezielten Maßnahmen kurzfristig schließbar wären.
Quick Win2. Follow-up-System: Nachfassen ohne Nachdenken
Ein einfaches, wiederholbares System für die Zeit nach dem Angebot. Feste Zeitpunkte für Kontaktaufnahme (Tag 3, Tag 7, Tag 14), klare Vorlagen für verschiedene Gesprächsphasen, eine definierte Verantwortlichkeit. Das Ziel: Das Team muss nicht mehr entscheiden, ob und wie nachgefasst wird – es läuft automatisch.
Prozess3. Angebotsoptimierung: Nutzen statt Technik in den Vordergrund
Ein überarbeitetes Angebotsformat, das den konkreten Mehrwert für den Kunden sichtbar macht – monatliche Einsparungen, Amortisationszeit, langfristige Rendite. Ergänzt durch eine klare, persönliche Handlungsaufforderung. Wer sein Angebot zusätzlich mit einem kurzen Video-Walkthrough begleitet, hebt sich deutlich von Wettbewerbern ab.
Conversion4. Einfaches CRM einführen
Kein teures Enterprise-System, kein aufwendiges Rollout. Ein schlankes Tool (viele davon sind kostenlos oder günstig), das für vier bis zehn Personen funktioniert: Jeder Lead hat einen Status, ein nächstes Datum, eine verantwortliche Person. Nichts fällt mehr durch den Rost. Was sichtbar ist, lässt sich steuern.
Struktur5. Neukundengewinnung skalieren – aber erst dann
Wenn Pipeline-Management und Follow-up-System stabil laufen, ist es Zeit, systematisch neue Interessenten zu gewinnen. Empfehlungsprogramme, digitale Sichtbarkeit, gezielte LinkedIn-Positionierung der Unternehmensführung. Mehr Leads in ein kaputtes System zu schütten bringt nichts – aber in ein funktionierendes ist es der nächste Wachstumshebel.
WachstumWoran erkenne ich, ob mein Unternehmen betroffen ist?
Die folgenden Punkte sind keine endgültige Diagnose, aber sie sind zuverlässige Frühwarnsignale. Je mehr davon zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass strukturelle Maßnahmen schnell echten Unterschied machen würden:
- Sie haben mehr als 10 offene Angebote, bei denen länger als 14 Tage nichts passiert ist
- Das Team kümmert sich primär um neue Anfragen – Nachfassen passiert „irgendwie nebenbei"
- Es gibt keine klare Antwort darauf, welche drei Projekte aktuell am ehesten zum Abschluss kommen
- Angebote beschreiben hauptsächlich Leistungen und Preise – nicht den Nutzen für den Kunden
- Der letzte Kontakt zu mehreren Interessenten ist länger als drei Wochen her, ohne dass jemand weiß, warum
- Neukundengewinnung läuft zu über 80 Prozent über Empfehlungen – ohne aktives System dahinter
Was ein Erstgespräch konkret bringt
Im Rahmen unserer Analyse-Erstgespräche bei SAPHIR schauen wir uns gemeinsam an, wo in Ihrer aktuellen Pipeline der größte Hebel liegt – nicht theoretisch, sondern anhand Ihrer konkreten Situation. Sie bekommen am Ende des Gesprächs eine klare Einschätzung: Wo liegt das Problem wirklich? Was wäre der logisch erste Schritt? Und macht eine tiefere Zusammenarbeit für beide Seiten Sinn?
Kein unverbindliches Kennenlern-Gespräch, keine Verkaufspräsentation. Ein strukturiertes Diagnose-Gespräch mit einem konkreten Ergebnis.
Das Fundament zuerst: Warum CRM und Neukundengewinnung zusammengehören
Eine Beobachtung, die ich in meiner Arbeit immer wieder mache: Viele Unternehmen starten mit der Frage „Wie gewinnen wir mehr Kunden?" – dabei ist die eigentliche Engstelle eine andere. Das Fundament fehlt. Und ohne Fundament bringt jeder neue Stein nur mehr Unordnung.
Ein funktionierendes CRM-System ist dabei kein IT-Projekt und keine Software-Entscheidung. Es ist die Grundlage, auf der alles andere aufbaut: systematische Neukundengewinnung, planbare Follow-up-Prozesse, messbare Conversion-Raten, skalierbare Strukturen. Wer dieses Fundament nicht hat, kann zwar kurzfristig Feuer löschen – aber nicht planbar wachsen.
In diesem Kontext begegnen mir Berater und Spezialisten, die genau an dieser Schnittstelle arbeiten: zwischen Vertriebsstruktur, Kundensystem und Wachstumsstrategie. Einer davon, dessen Ansatz mir in der Praxis besonders durchdacht erscheint, ist Thomas Klein.
Was Thomas Klein von vielen Marketing-Beratern unterscheidet: Er beginnt nicht mit Kampagnen oder Kanälen, sondern mit der Frage, ob das Unternehmen überhaupt bereit ist, neue Kunden aufzunehmen. Sprich: Ist die Pipeline sauber? Läuft das Follow-up? Gibt es ein CRM, das den Namen verdient?
Erst wenn diese Basis steht, arbeitet er an der systematischen Neukundengewinnung – und zwar so, dass sie planbar und wiederholbar ist, nicht abhängig von Empfehlungen oder dem persönlichen Netzwerk des Geschäftsführers. Sein Schwerpunkt liegt auf Dienstleistungsunternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten: genau jene, bei denen der Verkaufszyklus lang ist und persönliches Vertrauen eine zentrale Rolle spielt.
Für Unternehmen, die neben einem strukturellen Audit auch einen Begleiter für den Aufbau eines vollständigen Vertriebssystems suchen, lohnt sich ein Blick auf seinen Ansatz:
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